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Private Krankenversicherung
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Gesetzliche oder private Krankenversicherung?


Eine wohlüberlegte Entscheidung deren Folgen Sie beachten sollten

Der Großteil der Menschen in Deutschland hat gar keine Wahl: Er muss sich gesetzlich kranken- und pflegeversichern.
Diese Pflicht gilt zum Beispiel für Angestellte, deren Einkommen eine bestimmte Grenze, die Versicherungspflichtgrenze, nicht überspringt. Diese Grenze wird jedes Jahr neu festgelegt und liegt 2021 bei einem Jahreseinkommen von 64 350 Euro Brutto. Verdienen Angestellte in einem Jahr mehr, dürfen sie in die private Krankenversicherung wechseln. Das müssen sie aber nicht tun, denn sie können auch gesetzlich versichert bleiben – dann als freiwilliges Mitglied.
Die meisten Selbstständigen dürfen dagegen unabhängig vom Einkommen entscheiden, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern. Sie sind nicht versicherungspflichtig in einer gesetzlichen Kasse. Für sie gilt: Sie können sich entweder freiwillig gesetzlich versichern, wenn sie vorher mindestens zwölf Monate gesetzlich versichert waren, oder sie können in die private Krankenversicherung gehen.
Das ist eine Entscheidung mit dauerhaften Folgen: In eine gesetzliche Kasse kommen privat versicherte Selbstständige nur zurück, wenn sie ihre Selbstständigkeit aufgeben und etwa als Angestellte aufgrund ihres Einkommens pflichtversichert werden.
Für bestimmte Berufsgruppen wie etwa für freiberufliche Journalisten gelten jedoch spezielle Regeln. Als Mitglieder der Künstlersozialkasse sind sie ebenfalls in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Von dieser Pflicht können sie sich nur zu Beginn der Selbstständigkeit oder bei einem hohen Einkommen befreien lassen, unter der Bedingung, dass sie sich danach privat versichern.
Beamte sind in einer besonderen Situation: Sie haben Anspruch auf eine Beihilfe, die ihr Dienstherr für die medizinische Behandlung gewährt. Deckt die Beihilfe zum Beispiel 50 Prozent der Behandlungskosten ab, muss der Beamte die verbleibenden 50 Prozent mit einer privaten Krankenversicherung absichern. Würden Beamte sich gesetzlich krankenversichern, müssten sie die Beiträge komplett selbst zahlen, da der Dienstherr keinen Arbeitgeberanteil zu den Kassenbeiträgen zahlt. Daher lohnt sich für Beamte in der Regel der Gang in die private Krankenversicherung.
Rentner haben sich schon während des Erwerbslebens für die eine oder die andere Form der Krankenversicherung entschieden. Ab dem 55. Lebensjahr können privat Krankenversicherte in der Regel nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Umgekehrt ist ein Wechsel von der gesetzlichen in die private Absicherung möglichst früh zu empfehlen, da die private Krankenversicherung teurer wird, je älter der Versicherte beim Vertragsabschluss ist.

Organisation, Preise und Leistungen im Vergleich


Organisatorisch gibt es einige Unterschiede zwischen den beiden Systemen Kasse und privat. Während Kassenpatienten ihre medizinischen Leistungen etwa beim Arztbesuch über Chipkarte abrechnen, erhalten Privatpatienten eine Rechnung, die sie erst aus eigener Tasche begleichen, um sich anschließend das Geld von ihrem privaten Versicherer zurückzuholen. Ein solches Vorgehen erleben Kassenpatienten nur in wenigen Situationen, wenn sie etwa mit ihrem Baby einen Osteopathen aufsuchen und sich das Geld anschließend von ihrer Krankenkasse erstatten lassen wollen. Diese Zusatzleistung haben aber nicht alle Kassen im Angebot.
Alle, die als Angestellte oder Selbstständige die Wahl haben zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung, sollten sich die nächsten Schritte gut überlegen. Ein Blick auf die Leistungen zeigt, dass die private Krankenversicherung an vielen Stellen Leistungsvorteile bietet. Das gilt zum Beispiel bei der Krankenhausbehandlung: Privat Versicherte haben in den meisten Tarifen Anspruch darauf, die Klinik selbst auszusuchen und vom Chefarzt behandelt zu werden. Gesetzlich Versicherte müssen sich im nächstgelegenen für sie geeigneten Krankenhaus behandeln lassen, für sie ist der jeweils diensthabende Arzt zuständig.
Sie sollten aber nicht nur auf die Leistungen schauen, sondern sich auch über die Beiträge Gedanken machen. Die Beitragshöhe für gesetzlich und für privat Versicherte wird komplett unterschiedlich ermittelt. Bei gesetzlich Versicherten richtet sich der Beitrag nach der Höhe des Einkommens, bei privat Versicherten nicht.
Gesetzlich Versicherte zahlen je nachdem, in welcher Krankenkasse sie Mitglied sind einen Beitragssatz zwischen14,6 und 15,9 Prozent. Für Arbeitnehmer zahlt der Arbeitgeber 7,3 Prozent, den verbleibenden Beitragsanteil übernimmt der Arbeitnehmer aus eigener Tasche. Der Haken für die Beschäftigten: Sollte ihre Krankenkasse den Beitragssatz erhöhen, bleibt das allein bei ihnen hängen, da der Arbeitgeberanteil gesetzlich festgeschrieben ist. Dann bleibt aber noch die Möglichkeit, in eine günstigere Krankenkasse zu wechseln.
Selbstständige, die sich freiwillig für die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse entscheiden, zahlen ihren Beitrag meist komplett selbst. Für Rentner ist die Regelung ähnlich wie für Arbeitnehmer: Der Rentenversicherungsträger zahlt einen Zuschuss von 7,3 Prozent der gesetzlichen Rente, den verbleibenden Beitrag, der für ihre gesetzliche Rente fällig wird, zahlen die Ruheständler selbst. Haben sie weiteres Einkommen, kann es sein, dass weitere Beiträge zu zahlen sind, etwa für Einkommen aus einem Nebenjob zur Rente.

 
 
 
 

Tiefergehende Informationen zur privaten Krankenversicherung


Kinder private Krankenversicherung PKV

Kinder

Student private Krankenversicherung PKV

Student


Angestellte in der privaten krankenversicherung pKV

Angestellte

Freiberufler und Selbstständige in der privaten krankenversicherung ( PKV)

Selbstständige


Beamte Lehrer privaten krankenversicherung PKV

Beamte

Investmentfonds

Beitragsentwicklung GKV vs. PKV

 
 

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Private Krankenvollversicherung - PKV


Gesetzlich oder privat krankenversichert? Eine Frage der Versicherungspflichtgrenze.

Jede Lebenssituation bringt unterschiedliche Ziele und Risiken mit sich. Die Gesundheit spielt im Leben jedoch immer die Hauptrolle.
Schnell wieder gesund werden - das wünschen wir uns alle, wenn wir krank sind. Manchmal geht es aber nicht so schnell und dann ist es wichtig, dass unsere Genesung in guten Händen ist.
 

Selbstständige in der privaten Krankenversicherung


Die meisten Selbstständigen dürfen dagegen unabhängig vom Einkommen entscheiden, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern. Sie sind nicht versicherungspflichtig in einer gesetzlichen Kasse. Für sie gilt: Sie können sich entweder freiwillig gesetzlich versichern, wenn sie vorher mindestens zwölf Monate gesetzlich versichert waren, oder sie können in die private Krankenversicherung gehen.
Das ist eine Entscheidung mit dauerhaften Folgen: In eine gesetzliche Kasse kommen privat versicherte Selbstständige nur zurück, wenn sie ihre Selbstständigkeit aufgeben und etwa als Angestellte aufgrund ihres Einkommens pflichtversichert werden.
Für bestimmte Berufsgruppen wie etwa für freiberufliche Journalisten gelten jedoch spezielle Regeln. Als Mitglieder der Künstlersozialkasse sind sie ebenfalls in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Von dieser Pflicht können sie sich nur zu Beginn der Selbstständigkeit oder bei einem hohen Einkommen befreien lassen, unter der Bedingung, dass sie sich danach privat versichern.

Angestellte in der privaten Krankenversicherung


Diese Pflicht gilt zum Beispiel für Angestellte, deren Einkommen eine bestimmte Grenze, die Versicherungspflichtgrenze, nicht überspringt. Diese Grenze wird jedes Jahr neu festgelegt und liegt 2021 bei einem Jahreseinkommen von 64 350 Euro Brutto. Verdienen Angestellte in einem Jahr mehr, dürfen sie in die private Krankenversicherung wechseln. Das müssen sie aber nicht tun, denn sie können auch gesetzlich versichert bleiben – dann als freiwilliges Mitglied.

Beamte in der privaten Krankenversicherung


Beamte sind in einer besonderen Situation: Sie haben Anspruch auf eine Beihilfe, die ihr Dienstherr für die medizinische Behandlung gewährt. Deckt die Beihilfe zum Beispiel 50 Prozent der Behandlungskosten ab, muss der Beamte die verbleibenden 50 Prozent mit einer privaten Krankenversicherung absichern. Würden Beamte sich gesetzlich krankenversichern, müssten sie die Beiträge komplett selbst zahlen, da der Dienstherr keinen Arbeitgeberanteil zu den Kassenbeiträgen zahlt. Daher lohnt sich für Beamte in der Regel der Gang in die private Krankenversicherung.

Kinder in der privaten Krankenversicherung


Bei vielen Versicherungen können Kinder in allen Vollversicherungstarifen gegebenenfalls auch ohne Elternteil versichert werden. Dies ist bei einigen Versicherungen bereits ab Geburt des Kindes auch alleine möglich.
Im Gegensatz zur gesetzlichen Versicherung, gibt es keine kostenfreie Familienmitversicherung für Kinder in der PKV. Für jedes Familienmitglied muss ein eigener Beitrag bezahlt werden, also auch für jedes Kind einzeln. Ausnahme: Liegt das Einkommen des Selbständigen unter der Versicherungspflichtgrenze, dürfen die Kinder kostenfrei beim Ehepartner mitversichert werden, wenn dieser Kassenmitglied ist. Geregelt ist das in Paragraf 10 des Sozialgesetzbuches.
Eltern sollten bei der Wahl einer privaten Krankenversicherung auf folgende Auswahlkriterien achten:
Der abgesicherte Tarife sollte gar keine oder eine geringe Selbstbeteiligung haben. Für viele Eltern sind, neben der Schulmedizin, auch Leistungen für Naturheilkunde und Heilpraktiker, wie z.B. eine Osteopathische Behandlungen wichtig.
Ein gute Zahnabsicherung, vor allem für Kieferorthopädische Behandlungen sollte gewählt werden.
Im stationären Bereich, wenn das Kind mal ins Krankenhaus muss, wird von den meisten Eltern ein 1/2 Bettzimmer mit Chefarzt gewünscht. Zudem sollte hier auch eine Regelung für Rooming-In im Krankhaus vorhanden sein. Somit kann ein Elternteil im Krankenhaus an der Seite des Kindes sein, das Kind begleiten und Geborgenheit geben.
In der PKV gibt es die sog. Nachversicherungsgarantie für Neugeborene. Ist ein Elternteil in der PKV, unterliegt der Versicherer der Pflicht einer Nachversicherung des Kindes. Voraussetzung dafür ist, dass der Krankenversicherungsschutz der Eltern bereits seit mindestens drei Monaten besteht. Die Kindernachversicherung erfordert weder eine Risikoprüfung beim Kind noch die Zahlung irgendwelcher krankheitsbedingter Zuschläge. Kommt ein Kind mit einer Vorerkrankung oder Behinderung auf die Welt, ist das die einmalige Chance, das Kind jemals privat zu versichern.
Diese Möglichkeit der Kindernachversicherung besteht nur einmalig. Ausgeübt werden kann sie längstens bis zum Ablauf von zwei Monaten nach der Geburt. Die Versicherungsleistungen entsprechen dem Umfang des beim Elternteil vereinbarten Versicherungsschutzes. Einige Unternehmen ermöglichen für Kinder einen erweiterten Schutz. Außerdem fällt die Selbstbeteiligung geringer aus als bei den Eltern.

Studenten in der privaten Krankenversicherung


Mit Aufnahme eines Studiums an einer staatlich anerkannten Hoch- oder Fachhochschule tritt für Studenten die Versicherungspflicht ein. Das bedeutet, dass sich ein Student in der gesetzlichen Studentenversicherung versichern muss.
Allerdings kann sich ein Student bis zu 3 Monaten nach Aufnahme seines Studiums von seiner Versicherungspflicht in der gesetzlichen Studentenversicherung befreien lassen und sich privat versichern.
Insbesondere Studenten, die bei Ihren Eltern vor Aufnahme des Studiums bereits privat versichert waren, sollten sich auf alle Fälle von der Versicherungspflicht befreien lassen, um weiterhin privat versichert zu bleiben.
Studenten, die über ihre Eltern Anspruch auf Familienversicherung haben, können solange beitragsfrei in der GKV versichert bleiben, wie der Anspruch auf Familienhilfe (für Studierende bis zum 25. Lebensjahr) andauert.
Das Recht auf Befreiung von der Versicherungspflicht tritt dann nach dem Ausscheiden aus der Familienversicherung ein. Eine Befreiung kann im Anschluss daran innerhalb von 3 Monaten erfolgen.
Mit Vollendung des 30. Lebensjahres oder Überschreiten des 14. Fachsemesters scheiden Studenten grundsätzlich aus der Versicherungspflicht aus. Spätestens ab dem Zeitpunkt, kann sich ein Student PKV versichern lassen, was in den meisten Fällen deutlich günstiger ist.
Mit einem Optionstarif (bei einigen Krankenversicherungen bereits ab 1 EUR pro Monat) oder eine Anwartschaft, sichern sich Studenten die Private Krankenversicherung für später ab. Gerade für Beamtenstudiengänge ist dies eine gängige Praxis. Aber auch für Studenten die später aufgrund Ihres Einkommens in der Lage sein werden, in die private Krankenversicherung zu wechseln, kann ein Optionstarif oder eine Anwaltschaft durchaus sinnvoll sein.
Dadurch erreicht der Student eine „Konservierung“ seines heutigen Zustandes der Gesundheit. Dabei wird die Gesundheitsprüfung heute durchgeführt und spätere Veränderungen werden nicht berücksichtigt. Oftmals nutzen Studenten während der stressigen Prüfungszeit psychologische Sitzungen um damit klar zu kommen und Stress abzubauen. Eine solche Therapie führt meist später zu einer Ablehnung des Antrags und kann hier mit Options- oder Anwartschaftstarifen verhindert werden.
Wer also heute einen Optionstarif abschließen möchte, der sollte sich genau überlegen welcher Versicherer es werden soll und die Auswahlkriterien beachten. Denn nur bei dem heute ausgewählten Versicherer, kann die Option in Zukunft in Anspruch genommen werden.
 
 

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Beitragsunterschiede PKV und GKV

Bei Private Krankenversicherung im Alter ist „zu teuer“ ein sehr relativer Begriff. Bei Krankheit “lohnt” sich auf alle Fälle die bessere Leistung. Es geht nicht primär um Kosten, sondern vor allem um Ihre Gesundheit!
Bei Abschluss einer privaten Krankenversicherung erhalten Sie in einem leistungsstarken Tarif bessere Leistungen als in der GKV, bei frühem Beginn sogar meistens zu einem günstigeren Preis. Für die Beurteilung des Preis-/Leistungsverhältnisses PKV vs. GKV ist aber natürlich auch wichtig, wie sich der Beitrag zukünftig entwickeln wird. Wir besitzen keine Glaskugel, versuchen Ihnen hier aber einige Fakten an die Hand zu geben, um diese Frage besser einschätzen zu können.
Vorab dazu eine offizielle Aussage der Bundesregierung vom 30.5.2016 (BT-Drs 18/8590) auf eine Anfrage der Grünen zur Belastung von Rentnern mit PKV Beiträgen: „Der Anteil der privat Versicherten, die eine Prämie entrichten, die den Höchstbeitrag der GKV überschreitet, lag nach Angaben des WIP im Jahr 2012 bei 0,5 Prozent der Versicherten.“ Nur einer von 200 PKV Versicherten zahlt also mehr als den Höchstbeitrag in der GKV!
 

Beitragskalkulation in der PKV


Eines muss klar gesagt werden: die Private Krankenversicherung im Alter wird nicht teurer, weil der Versicherte älter wird!
Älter werden ist nicht wirklich überraschend, sondern einkalkuliert. Deshalb sind Beiträge der PKV und der meisten Zusatzversicherungen so berechnet, dass diese theoretisch (ohne „medizinische Inflation“, s.u.) ein Leben lang konstant bleiben. Der Beitrag wird nämlich unter Berücksichtigung der Lebenserwartung kalkuliert, d.h. in jungen Jahren sind die Beiträge höher als die tatsächlichen Kosten, die höheren Kosten der Private Krankenversicherung im Alter werden aus diesem angesparten Kapital, der sog. „Alterungsrückstellung“ bezahlt. Dies zeigt Ihnen die nebenstehende Grafik „Beitragskalkulation in der PKV".

Private Krankenversicherung: Beitragsentwicklung und Vorsorge fürs Alter


Auch die private Krankenversicherung wird jährlich teurer. Leistungskürzungen sind hier jedoch – anders als in der GKV – vertraglich ausgeschlossen. Anders als die GKV, die „von der Hand in den Mund“ lebt und eingenommene Beiträge direkt wieder ausgibt, werden in der PKV sog. „Alterungsrückstellungen“ angespart, die steigende Kosten Private Krankenversicherung im Alter finanzieren. Die Summe dieser Rückstellungen betrug Dezember 2020 285 Mrd. Ende 2016 ca. 233 Mrd. EUR. Die demographische Entwicklung spielt in der PKV deshalb keine Rolle, Kostensteigerungen durch steigende Lebenserwartung und medizinisch-technischen Fortschritt entstehen hier jedoch ebenfalls, möglicherweise sogar in geringfügig höherem Maß als in der GKV, da privat Krankenversicherte häufig früher von neuen medizinischen Erkenntnissen profitieren.

Methode Beitragsanpassung Private Krankenversicherung


In Kurzform: Nach den Regelungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes dürfen Versicherungsunternehmen ihre Beiträge nur anpassen (d.h. erhöhen oder reduzieren), wenn in einem Jahr die aufgewandten Kosten von den kalkulierten Kosten um einen bestimmten Wert abweichen. Wird dieser Schwellenwert nicht erreicht, dürfen Anpassungen erst erfolgen, wenn der Wert in einem der folgenden Jahre überschritten wird. Dann muss jedoch auch der Anpassungsbedarf der Vorjahre berücksichtigt werden. Deshalb bleiben PKV Beiträge oft einige Jahre stabil und dann erfolgt ein größerer Beitragssprung. Diese Sprünge werden in den Medien dann gerne intensiv diskutiert und Ängste vor kontinuierlichen hohen Beitragssteigerungen geschürt. Tatsächlich sollte man sich dann aber den Durchschnitt mehrerer Jahre ansehen, der sich i.d.R. bis auf wenige Ausreißer in dem hier beschriebenen Rahmen bewegt.

Beitragsentwicklung PKV 2008 – 2014

Beitragsentwicklung Private Krankenversicherung


Hier einige Durchschnittszahlen (!) zur Beitragsentwicklung in der PKV. Wichtig: „Gute“ Anbieter liegen deutlich unter diesen Durchschnittwerten! Die Daten werden erheblich verzerrt durch einzelne Anbieter wie die Axa oder die Central, die in verschiedenen Tarifen weit überdurchschnittliche Beitragsanpassungen vorgenommen haben! Und: Seit der Einführung der anfangs sehr vorsichtig kalkulierten Unisextarife in 12/2012 sind Beitragsentwicklungen überwiegend wesentlich „flacher“ verlaufen als in den Vorjahren.
In 2015 hat sich auf Wunsch mehrerer Linken-Abgeordneten der Deutsche Bundestag mit deren Sorge vor Beitragserhöhungen der Private Krankenversicherung im Alter beschäftigt. Hierzu eine Übersicht über die Entwicklung des durchschnittlichen PKV Beitrags von 2008 bis 2014 aus BT-Drucksache 18/5956 vom 9.9.2015.
Dies entspricht einer Beitragssteigerung im Durchschnitt aller privat Krankenversicherter in Deutschland von jährlich 1,89%! Im gleichen Zeitraum wurde der Höchstbeitrag der GKV von 599,40 in 2008 auf 720,90 in 2014 erhöht. Dies entspricht einer durchschnittlichen Beitragssteigerung der GKV von jährlich 2,67% – und dies auf Basis deutlich höherer absoluter Beträge!

Veränderungsraten der Beitragseinnahmen pro Kopf GKV PKV
Das Wissenschaftliche Institut der Privaten Krankenversicherung hat im November 2016 folgende Untersuchungsergebnisse veröffentlich (siehe WIP 11/2016 und Versicherungsbote 10.11.2016: „AOK, TK & Co teurer als die Private Krankenversicherung“) und basierend auf Daten des Bundesministeriums für Gesundheit und des PKV-Verbandes aus den Beitragseinnahmen in GKV und PKV die Entwicklung der Beitragsbelastung für die Versicherten abgeleitet:
„Von 2007 bis 2017 ergibt sich in der PKV ein Anstieg der Beitragseinnahmen je Versicherten um 35 %. In der GKV ist ein Anstieg um 37 % festzustellen. Damit nahm die Beitragsbelastung der PKV-Versicherten trotz der erwarteten Prämiensteigerungen im Jahr 2017 im betrachteten 10-Jahreszeitraum in geringerem Maße zu als in der GKV. Über den ganzen Zeitraum betrachtet ergibt sich eine durchschnittliche jährliche Steigerung der Beitragsbelastung von 3,2 % in der GKV und 3 % in der PKV.“

Medizinische Inflation


Medizin wird jedes Jahr teurer, unabhängig davon ob gesetzlich oder privat versichert.
Die Hauptgründe:
· längere Lebenserwartung (jedes Jahr länger kostet ca. doppelt so viel wie das vorherige) und
· neue Behandlungsmöglichkeiten / medizinisch-technischer Fortschritt
Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass der demographische Effekt und der medizinisch-technische Fortschritt die Gesundheitsausgaben jeweils um ca. 1% p.a. wachsen lassen. Zusätzlich sind noch Effekte wie eine zunehmende „angebotsinduzierte Nachfrage“ zu berücksichtigen. So stiegen die Gesundheitsausgaben in Deutschland von 1994 bis 2014 um insgesamt 87%, während das Bruttoinlandsprodukt im gleichen Zeitraum nur um 59% wuchs. Vorsorglich sollte man deshalb eine generelle „Inflationsrate Medizin“ von im Schnitt ca. 5% pro Jahr berücksichtigen. Zitat aus der Antwort der Bundesregierung vom 30.5.2016 (BT-Drs 18/8590) auf eine Anfrage der Grünen: „Die Kostensteigerungen, die in den letzten Jahren auch im Bereich der PKV zu beobachten waren, sind maßgeblich auf allgemeine Leistungsausweitungen im Zusammenhang mit dem medizinisch-technischen Fortschritt sowie den Anstieg der Lebenserwartung zurückzuführen. Diese Veränderungen beeinflussen in gleichem Maße auch die Kostenentwicklung in der GKV. Daher verlief die Beitragsentwicklung in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung in den letzten Jahren sehr ähnlich. Die PKV-Beiträge stiegen zwischen 2008 und 2014 um rund 2,5 Prozent pro Jahr (s. die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 18/5956, S. 3, Antwort zu Frage 5) und entwickelten sich damit in diesem Zeitraum etwas weniger dynamisch als die Beiträge in der GKV.“
 
 

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Beitragsentwicklung und Leistungskürzungen
in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

 

Beitragsentwicklung Gesetzliche Krankenversicherung


2021 wird der Höchstbeitrag zur GKV bei einem allgemeinen Beitragssatz von 14,6%, einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,3% und einem Pflegebeitragssatz von 3,05% bereits 928,80 EUR betragen, zuzüglich diversen Zuzahlungen, für die GKV Versicherte selbst aufkommen müssen! Der Höchstbeitrag für die gesetzliche Krankenversicherung erhöht sich 2021 im Vergleich zu 2020 somit um 4,3%.
1970 betrug der Höchstbeitrag noch 50,31 EUR (8,2% von der BBG i.H.v. 7.362 EUR p.a.)! Von 1970 bis 2021 ist damit der Höchstbeitrag zur GKV jährlich im Schnitt um 5,42% gestiegen (1970: 50,31 EUR, 2021: 928,80 EUR).

Würde die GKV nicht zusätzlich zu ihren Beitragseinnahmen massive Zuschüsse aus Steuermitteln erhalten (2016: 14 Milliarden EUR – mitfinanziert von allen Privatversicherten!), würden diese Beitragssteigerungen noch deutlich höher ausfallen. In 2016 müsste jedes GKV-Mitglied ohne diese Zuschüsse aus der Staatskasse im Schnitt umgerechnet monatlich rund 21,60 EUR mehr bezahlen! Trotz einer Versechsfachung (!) dieses Bundeszuschusses in den letzten 10 Jahren von 2,5 Mrd. EUR im Jahr 2007 auf 14,5 Mrd. EUR im Jahr 2017 und bis jetzt (WIP 11/2016) gelang es nicht, den Anstieg des GKV Beitrags zu bremsen!

 
GKV Beiträge 2021 und Bundeszuschuss wegen Corona

GKV Beiträge 2021 und Bundeszuschuss wegen Corona

 
 

Leistungskürzungen GKV und strukturelle Probleme


Zusätzlich wurden in der gesetzlichen Krankenversicherung Leistungen erheblich gekürzt und Zuzahlungen eingeführt/erhöht, was vor allem Ältere und Kranke belastet. Damit soll der Kostensteigerung im Gesundheitswesen zulasten der Patienten begegnet werden.
Auf dieser Grafik sehen Sie auf einen Blick, wie Leistungskürzungen der GKV mit deutlichen Beitragssteigerungen einhergingen. Zuletzt wurde z.B. noch im November 2015 die arthroskopische OP bei Kniegelenkarthrose (Gonarthrose) aus dem Leistungskatalog der GKV gestrichen, weil diese OP angeblich nutzlos sei. Daraus ergibt sich eine Ersparnis i.H.v. ca. 7 Mrd. Euro! Weitere Rationierungsmaßnahmen in der GKV sind zu erwarten.
Beitragssatz und Gesetzgebung GKV
Zuzahlungen GKV 1980 vs. 2020
 

Ganz wichtig: die GKV arbeitet nach einem „Rückwärtsumlageverfahren": sie gibt erst Geld aus und lässt dann junge Berufstätige bezahlen. Haben Sie sich schon einmal gefragt woher bei unserer Bevölkerungsstruktur künftig die jungen GKV-Beitragszahler kommen? Im Jahr 2050 wird ein Drittel unserer Bevölkerung 60 Jahre oder älter sein! Auf diesen demographischen Wandel ist die GKV in keiner Weise vorbereitet, während die PKV durch die beschriebenen Alterungsrückstellungen vorgesorgt hat.

Nach neueren Modellrechnungen (siehe WIP 11/2016) ist aufgrund der Zunahme des Anteils älterer Bevölkerung als Folge konstant niedriger Geburtenraten bei steigender Lebenserwartung und Ausgabensteigerungen durch medizinisch-technischen Fortschritt im Jahr 2050 mit einem GKV Beitrag von 25% zu rechnen! Manche Studien sagen noch deutlich höhere Werte voraus! In der Grafik zeigen wir Ihnen die Steigerungen des GKV-Beitrags, die verschiedene renommierte Experten bis 2050 prognostizieren (zitiert aus „Die PKV in der Niedrigzinsphase„).
 

Fazit Beitragsentwicklung PKV/GKV im Vergleich

Durchschnittliche Steigerung in der GKV und de PKV nahezu identisch. Tendenz ist eher etwas geringer in der PKV.
„Die Belastung pro Kopf in der GKV inklusive des Bundeszuschusses fällt höher aus als die reine Beitragsbelastung. Mit Bundeszuschuss liegt die Steigerungsrate der Einnahmen pro Kopf in der GKV im Betrachtungszeitraum durchgängig über der Steigerungsrate in der PKV. Gegenüber dem Jahr 2007 wird bis 2017 mit einer Steigerung von knapp 45 % in der GKV gegenüber 35 % in der PKV gerechnet, im Schnitt ein Anstieg von 3,8 % in der GKV gegenüber 3 % in der PKV.“
Im Ergebnis bleibt festzuhalten: die durchschnittliche Steigerung eines guten PKV Tarifs fällt geringer aus, als in der GKV! Wie kann die Private Krankenversicherung im Alter preisstabiler sein als die gesetzliche Krankenversicherung? Einer der Gründe: die PKV hat eine günstigere Risikostruktur, sie nimmt nur Gesunde auf, die meist über eine bessere Ausbildung verfügen. Jeder zahlt hier seinen eigenen Beitrag, es gibt keine „Familienversicherung“. Und das System ist deutlich zukunftssicherer als die GKV, da Kosten aus angesparten Rücklagen bezahlt werden (“Kapitaldeckungsverfahren“).
 
Beitragsentwicklung PKV vs GKV
 
 
 

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