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Anpassungsfaktor Wohngebäudeversicherung 2026: Warum der Beitrag steigt

Für Hauseigentümer im Ruhrgebiet heißt der Anpassungsfaktor 2026: Er steigt auf 27,63 (Vorjahr 26,51, rund 4,2 Prozent mehr) und erhöht den Beitrag, auch wenn der Vertrag gleich bleibt. Bei älteren, über Jahrzehnte umgebauten Häusern ist der gleitende Neuwertfaktor besonders wichtig, damit keine Unterversicherung entsteht.
- Steigt der Faktor, steigt der Beitrag — auch wenn sich am Vertrag sonst nichts ändert.
- Die Faktoren berechnet der GDV jährlich aus den Daten des Statistischen Bundesamts.
In der gleitenden Neuwertversicherung ergibt sich der Jahresbeitrag aus der Versicherungssumme „Wert 1914“ multipliziert mit dem Anpassungsfaktor. Steigt der Faktor, steigt der Beitrag — auch wenn sich am Vertrag sonst nichts ändert.
Die Werte für 2026.
- Anpassungsfaktor (VGB 2000 und jüngere Bedingungswerke): 27,63 — im Vorjahr 26,51, ein Plus von rund 4,2 Prozent.
- Gleitender Neuwertfaktor (VGB 88, SGIN 88/93): 27,8 — im Vorjahr 26,7.
- Baupreisindex 1914 (Mai 2025): 2.263,6.
Quellen: AVW Gruppe, „Wohngebäudeversicherung — neue Faktoren und Indizes ab 2026“ (Faktoren gelten für Beitragsrechnungen mit Fälligkeit ab 1. Januar 2026); Vorjahreswerte und Veränderung nach sv-maklerblog.de, „Anpassungsfaktoren zur Gebäudeversicherung für 2026“ (25.11.2025). Die Faktoren berechnet der GDV jährlich aus den Daten des Statistischen Bundesamts.
Warum der Faktor steigt.
Der gleitende Neuwertfaktor bildet zu 80 Prozent den Baupreisindex für Wohngebäude und zu 20 Prozent die Tariflohnentwicklung im Baugewerbe ab. Material, Handwerkerlöhne und Beschaffung sind seit 2021 deutlich teurer geworden — der Faktor zieht mit Verzögerung nach, damit ein Totalschaden auch 2026 zum heutigen Neubaupreis ersetzt werden kann.
Kein Sonderkündigungsrecht
Eine Erhöhung allein durch den Anpassungsfaktor löst kein Sonderkündigungsrecht aus: Die Versicherungssumme wird an die Baupreise angepasst, die Leistung steigt mit. Erhöht der Versicherer dagegen den Beitrag unabhängig vom Faktor bei gleicher Leistung, besteht in der Regel ein Sonderkündigungsrecht innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung.
Der Grund für die Beitragsänderung steht auf der Jahresrechnung. Dort erkennen Sie, ob nur der Faktor gestiegen ist oder ob der Versicherer zusätzlich den Tarif angepasst hat.
Was Sie jetzt prüfen sollten.
- Stimmt der „Wert 1914“ noch? Nach An- oder Umbauten ist die Summe oft zu niedrig — dann droht Unterversicherung.
- Enthält der Vertrag Elementarschutz? Starkregen ist in Nordrhein-Westfalen das häufigste nicht versicherte Risiko.
- Passt der Tarif noch? Ältere Bedingungswerke (VGB 88, VGB 2003) haben oft Leistungslücken bei grober Fahrlässigkeit und Ableitungsrohren.
Wir gehen Ihren Wohngebäudevertrag mit Ihnen durch und vergleichen, ob ein aktuelles Bedingungswerk mehr Leistung zum gleichen oder niedrigeren Beitrag bietet — frei in der Anbieterauswahl und ohne Verkaufsdruck.
Gemeinsam klären wir, was bereits besteht, was fehlt und was für Sie zählt.
Wir stellen Bedingungen nebeneinander, nicht nur Beiträge, und erkennen Doppelversicherungen.
Sie treffen die Entscheidung. Gewechselt wird nur, was sich lohnt; Bewährtes bleibt.
Wischen Sie durch die Schritte.
Wir sind Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO. Die Courtage ist im Beitrag enthalten und verursacht keine Zusatzkosten für Sie.
Stand: 5. September 2026. Beiträge, Bedingungen und Rechtslage ändern sich — ob das hier Beschriebene auf Ihre Situation passt, klären wir am besten im Gespräch. Kostenfrei nachfragen.
Redaktion Revier Versicherungsmakler · aktualisiert am 28. Oktober 2026
Fachtexte und Ratgeberbeiträge entstehen unter Einsatz von KI und werden vor der Veröffentlichung fachlich geprüft. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei uns. Mehr zum Einsatz von KI.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zur Hausratversicherung?
Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst, die Hausrat Ihr bewegliches Eigentum darin. Beides greift bei unterschiedlichen Schäden – zusammen ergeben sie den vollständigen Schutz.
Ist Starkregen automatisch versichert?
Nein – Überschwemmung und Starkregen sind nur über den Elementarbaustein abgedeckt. Wir prüfen Ihr Risiko und ob der Baustein sinnvoll ist.
Wie geht das los?
Mit einem Gespräch, ohne Unterlagenberg. Wir wollen wissen, was Sie machen, was Sie haben und was im Ernstfall wehtun würde. Dann prüfen wir die Verträge, vergleichen den Markt und sagen Ihnen klar, was wir empfehlen — und warum. Was Sie davon umsetzen, ist Ihre Sache.
In welchen Städten sind Sie unterwegs?
Im ganzen Revier: Dortmund, Essen, Duisburg, Bochum, Gelsenkirchen, Oberhausen, Herne, Bottrop, Mülheim, Gladbeck, Velbert und Hattingen gehören zu unserem Gebiet. Wenn Sie knapp außerhalb wohnen, fragen Sie einfach trotzdem — wir sagen Ihnen ehrlich, ob wir die Richtigen für Sie sind.
Was ist bei älteren Zechen- und Siedlungshäusern zu beachten?
Diese Häuser wurden über Jahrzehnte umgebaut und erweitert. Wer Anbauten, neue Dächer oder Heizungen dem Versicherer nie gemeldet hat, ist mit einer Summe von damals versichert — im Schadenfall wird dann anteilig gekürzt. Die Aktualisierung kostet nichts und verhindert genau das.
Löst die Beitragserhöhung durch den Anpassungsfaktor ein Sonderkündigungsrecht aus?
Nein. Eine Erhöhung allein durch den Anpassungsfaktor löst kein Sonderkündigungsrecht aus, weil die Versicherungssumme an die Baupreise angepasst wird.
Was bedeutet der Faktor für Zechenhaus und Siedlungshaus im Ruhrgebiet?
Solche Gebäude sind versicherungstechnisch keine Neubauten, das wird in Standardtarifen gern übersehen. Wichtig ist ein passender gleitender Neuwertfaktor, damit ein Totalschaden zum heutigen Neubaupreis ersetzt werden kann.
